Schutzmaßahmen für Schleiereule und Steinkauz

Quartiere für Schleiereule und Steinkauz gesucht

Der NABU Wegberg sucht laufend geeignete Scheunen, Dachböden, Obst- und Nussbäume etc. für die Anbringung von Schleiereulenkästen und Steinkauzröhren.

Möchten Sie uns dabei unterstützen und können uns entsprechende Quartiere anbieten?

Können Sie uns Hinweise auf das Vorkommen von Schleiereulen und Steinkäuzen geben?

Dann wenden Sie sich bitte an

NABU Wegberg, E-Mail: info@nabu-wegberg@web.de oder an Gabriele Kaufhold Tel. 0177-7721104

 


Neue Steinkauz-Nistkästen Januar/Februar 2022

Es muss nicht immer ein Baum sein ...

 

Fehlen geeignete Bäume, um Nistkästen oder Röhren für den Steinkauz anzubringen, die Bedingungen sind aber ansonsten gut oder quartiersuchende Tiere befinden sich in der Nähe, können die Nisthilfen auch an Gebäuden angebracht werden.

Der Kasten im Bild wurde nahe zu einem Naturschutzgebiet angebracht. Einen Flügelschlag entfernt finden sich beweidete Grünlandflächen, die gute Voraussetzungen für ein ausreichendes Nahrungsangebot für den Steinkauz bieten.

Auch diese Scheune bietet Schutz von oben und freien Anflug für die Tiere. In wenigen Monaten wird kontrolliert, ob das neue Quartier bezogen wurde.

Auch dieser Standort bietet im Umfeld kurz gehaltenes Grünland mit Streuobst und eine strukturreiche Hecken- und Baumkulisse. Also gute Bedingungen für eine Besiedelung mit Steinkäuzen.

Streuobstwiesen als idealer Standort

Diese Struobstwiese ist noch etwas zu jung, um einer schweren Steinkauzröhre als Standort zu dienen. Aber es gibt große Bäume in der Nähe, die schließlich ausgewählt werden. Sämtliche anderen Parameter passen.

Vier Wochen nach Auslieferung der neuen Röhre wurde sie bereits besetzt.


Neue Steinkauzröhren in Myhl und Beecker Bissen 2021

Im Februar 2021 konnten zwei neue Steinkauzröhren in Wassenberg (Myh)l und in Wegberg (Beecker Bissen) angebracht werden. Gerade rechtzeitig vor der beginnenden Brutsaison.

Nicht immer ist es einfach, die runden Röhren auf ebenfalls runden Ästen anzubringen. Aber mit Hartholz-Unterfütterung und straff gezogenen Metallbändern klappt es dann doch immer.

Ob die Röhren von Steinkäuzen angenommen werden, bleibt abzuwarten.


Vorbereitung von Nistkästen für die Brutsaison 2021

Schleiereule
Foto NABU/Ingo Ludwichowski

Schon im November begutachtete ein Schleiereulenpaar sein angestammtes Brutquartier in einem alten Nistkasten in einer Scheune, um sich für die ab Februar einsetzende Paarungszeit vorzubereiten. Spätestens bis Mitte/Ende Januar sollten Reinigungsarbeiten abgeschlossen sein, damit die Vögel nicht gestört werden.

In den vergangenen vier Wochen hat unsere Gruppe an den Wochenenden zwei Schleiereulen-Kästen und einen Turmfalkenkasten von hoch aufgetürmten Hinterlassenschaften gereinigt. Es war höchste Zeit.

Hier ein paar Einblicke....

 

Schleiereulen-Kasten in alter Fachwerkscheune

Schleiereulen-Kasten in offener Scheune


Bestandsaufnahme von aktuellen Vorkommen (Stand 12/2020)

Erkundungstour - Foto G. Kaufhold
Erkundungstour - Foto G. Kaufhold

2013 erfolgte die letzte kreisweite Kartierung von Schleiereule und Steinkauz durch die Naturschutzstation Wildenrath. Bis 2014 wurden im Raum Wegberg zahlreiche Nisthilfen für diese Arten vom NABU Wegberg installiert. Aus verschiedenen Gründen kam das Projekt zum Erliegen, ein neuer Anlauf wurde im Oktober 2020 beschlossen.

 

Bei einer ersten Bestandsaufnahme musste festgestellt werden, dass zahlreiche Bäume mit Steinkauzröhren in den vergangenen sechs Jahren gefällt wurden und somit als Bruthabitat nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch die Zugänge zu den Schleiereulenkästen sind häufig nicht mehr möglich. Es bleibt abzuwarten, wie die Situation an den noch nicht kontrollierten Standorten aussieht.

Immerhin konnten zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember 2020 zwei Schleiereulenkästen in Scheunen und zur Abwechslung ein Turmfalkenkasten an einer hohen Gebäude-Außenwand von Jahre altem "Mist" gereinigt werden. Frisch eingestreute Buchenholzspäne warten nun auf die nächstjährige Brut.


Neues Quartier für Steinkauz in Kleingladbach

Alexander Terstegge von der Biostation Wildenrath mit Eigentümerin und Tochter
Alexander Terstegge von der Biostation Wildenrath mit Eigentümerin und Tochter

Im August 2020 wurde in Kleingladbach (Hückelhoven) eine neue Steinkauzröhre an eine Familie übergeben, die häufige Besuche eines Steinkauzes an die Naturschutzstation Wildenrath gemeldet hatte. Eine Pferdeweide mit einem alten Kaltblüter, der vor dem Schlachter gerettet worden war, eine Scheune, ein hohler Obstbaum und eine angrenzende Baumkulisse hatten den Steinkauz dazu bewogen, nach einem Quartier zu suchen.

Die Grundstückseigentümerin erhielt von uns noch die Empfehlung, weitere hochstämmige, alte Obstbaumsorten zu pflanzen um die Biodiversität zu erhöhen und das Gelände als Steinkauz-Habitat zu verbessern.

Wir werden im Frühjahr nachhören, was sich getan hat.

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Es fing mit einem Vortrag an

Wer den Wegberger Ortsteil Schwaam und Umgebung kennt, weiß, dass hier noch Naturerleben und Erholung möglich sind. Die alten Gehöfte und das Flora-Fauna-Habitat Schutzgebiet (kurz FFH-Gebiet, eine Schutzgebietskategorie mit europäischer Bedeutung) der begleitenden Schwalm mit ihren herrlichen naturnahen Waldarealen bieten vielen Tierarten noch Lebensraum.

Die Übergabe eines neuen Schleiereulen-Nistkastens (hergestellt bei Hephata in Mönchengladbach) war daher eine besondere Freude, tragen doch neue Nistkästen, vorausgesetzt andere wichtige Parameter werden nicht schlechter, zur Stabilisierung von bestimmten Tierpopulationen bei. Auslöser für die Übergabe war die Teilnahme der Grundstückseigentümerin an einem Vortrag über Schleiereulen von Alexander Terstegge (unten rechts im Bild) in der Naturschutzstation Wildenrath im Februar 2020.

In Eigenregie haben die Eigentümer der Scheune den Nistkasten fachgerecht aufgehängt und ein Einflugloch in die Scheunenwand gesägt (!).Jetzt hoffen wir noch auf den Einzug von Schleiereulen in das neue Quartier.

Ein großes Lob und Dankeschön vom NABU Wegberg

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