NABU Wegberg aktuell

Termine für kommende Treffen

Arbeitseinsatz bei der Anlage einer Streuobstwiese im November
Arbeitseinsatz bei der Anlage einer Streuobstwiese im November

Monatstreffen

 

Unsere monatlichen Treffen, die im Winterhalb-jahr normalerweise im  Flachsmuseum in Wegberg-Beeck, Holtumer Straße 19 stattfinden, lassen wir bis auf Weiteres wegen der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie ausfallen.

So lange es möglich ist, sind wir aber weiterhin im Gelände und zu Arbeitseinsätzen an der frischen Luft tätig.

Auch unsere Arbeitsgruppen Amphibien, Vögel, Rheinisches Revier / Regionalplanung, Flachs-rösten, Streuobst, Biotope und Landschaftsplanung sind nach Absprache und unter Einhaltung der aktuellen Coronaverordnung aktiv. Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen. Nehmt bitte Kontakt auf unter info@nabu-wegberg.de.

 


Obstsortenrettung - wir sind umgezogen

Rheinischer Bohnapfel, Huetjansbirne, Alte Französische Reneclode und 20 andere Obstbäume haben am 03.11.2021 ihren provisorischen Standort an der Biostation Wildenrath verlassen und sind an ihren endgültigen Standort auf eine Wiese in Wegberg umgezogen. 13 fleißige Helfer haben in kräftezehrender Arbeit eine wunderschöne Wiese mit alten Obstsorten angelegt.

Weiteres dazu unter Projekte/ Alte Obstsorten


Schwalmspaziergang vom 16.10.2021

 Zahlreiche Gäste konnte der NABU-Wegberg zu einem sonnigen Spaziergang entlang der Schwalm begrüßen. Aus Anlass des internationalen UN-Tages zur Verhinderung von Naturkatastrophen wurden von Gisela Stotzka an 10 Stationen entlang des Weges die verschiedenen Aspekte des erlebbaren Klimawandels hier vor Ort in Wegberg anschaulich erläutert. Die Themen waren sehr breit gefächert.

Direkt am Startpunkt, dem Zusammenfluss von Beeckbach und Schwalm wurde darauf hingewiesen, dass ohne künstliche Wassereinleitungen beide Bäche und damit alle folgenden Feuchtgebiete sowie Biotope und Auwälder nicht mehr existieren würden. Die Quellen sind wegen der Tagebaue schon Jahrzehnte versiegt. Da nun das Ende der Tagebaue auf der Tagesordnung steht, ist die Zukunft der Bäche und Feuchtgebiete wieder akut gefährdet. Denn die Verpflichtung zur Wassereinleitung endet dann auch.

 

An weiteren Punkten konnte aufgezeigt werden, dass viele Bauwerke in Erkelenz auf ehemaligem Sumpfgebiet stehen. Hier ist das Stichwort zunehmende Versiegelung von Naturräumen und Flächen die Wasser speichern können. Die Flächen-Versiegelung ist Hauptverursacher von Hochwasser bei Starkregen. Auch wenn an diesem Tag die Schwalm mit geringer Wasserhöhe einen ruhigen, beschaulichen Eindruck vermittelte, gehören sehr viele Flächen entlang der Fließgewässer zu den registrierten Hochwasser-Risiko-Gebieten im Stadtgebiet. Sogar das Schulzentrum gehört dazu.

Im weiteren Verlauf konnte am Beispiel der noch erhaltenen Au- und Bruchwälder die Veränderung der einzigartigen Lebensgemeinschaft von Flora und Fauna in Feuchtgebieten aufgezeigt werden. Auch historische Zeugen der erhaltenswerten Wegberger Kulturlandschaft wie Hohlwege und Waldbewirtschaftung wurden besichtigt.

Auf dem letzten Drittel des Weges waren gut gelungene Renaturierungsflächen im und am Gewässer zu erkunden. Maßnahmen zur Erhaltung des Ökosystems Erlenbruchwald sowie Trittsteinbrücken für Spaziergänger und Fischtreppen konnten die Gäste mit allen Sinnen erleben. Die Teilnehmer zeigten sich sehr interessiert und aufgeschlossen gegenüber der unerwarteten Themenvielfalt rund um die Auswirkungen auf das Klima direkt vor der Haustür.


Obstsortenrettung

Update August 2021

 

Voraussichtlich im Herbst werden unsere veredelten Bäume in ihr neues Quartier umziehen können: es hat sich eine Fläche auf einem privaten Firmengelände gefunden, wo die Bäume langfristig bleiben dürfen.

Zu unserer Freude wird auch die Hutjansbirne und die Triumph von Vienne dabei sein, beide Sorten sind angegangen und haben sich gut entwickelt.

Geplant ist, die Fläche zu einer kompletten Streuobstwiese zu machen, mit heimischen Heckengehölzen als Einfriedung und Nistkästen für Vögel, Steinkauz und Fledermäusen.

Es wartet eine Menge Arbeit auf uns, deshalb sind interessierte Helfer herzlich willkommen.


Mitgliederversammlung 2021

Die diesjährige Mitgliederversammlung ist am 30.06.2021 im Flachsmuseum in Wegberg-Beeck  zusammen gekommen. Das umfangreiche Programm mit Vorstandswahlen, Ernennung neuer Beisitzer, neuer NAJU-Gruppenleitung und Satzungsänderung konnte mit reger und konstruktiver Beteiligung erfolgreich durchgeführt werden. Der neue Vorstand stellt sich vor ...

Neue Steinkauzröhren in Myhl und Beecker Bissen

Im Februar 2021 konnten zwei neue Steinkauzröhren in Wassenberg (Myh)l und in Wegberg (Beecker Bissen) angebracht werden. Gerade rechtzeitig vor der beginnenden Brutsaison.

Nicht immer ist es einfach, die runden Röhren auf ebenfalls runden Ästen anzubringen. Aber mit Hartholz-Unterfütterung und straff gezogenen Metallbändern klappt es dann doch immer.

Ob die Röhren von Steinkäuzen angenommen werden, bleibt abzuwarten.


Neuer Turmfalkenkasten in Klinkum

Große Aktion für kleinen Greifvogel

Aktualisierung 02.07.2021

Endlich gelang es, die junge Familie zu fotographieren. Herr und Frau Turmfalke mit zwei Jungen, die nun sicherlich bald ihr Nest verlassen.

Fotos G. Kaufhold
Fotos G. Kaufhold

Wegberg 11/2020 - Nicht immer ist es einfach einen Nistkasten "mal so eben" aufzuhängen, vor allem wenn dieser groß, schwer und sperrig ist und in großer Höhe angebracht werden soll. Doch mit wenigen NABU Aktiven und Corona-Abstand, Seilen, Leitern und einem guten "Front-Mann" gelang dieses dann doch im zweiten Anlauf Ende November 2020.

Den Ort des neuen Quartiers hatte sich ein Turmfalke selbst ausgesucht. Seit einigen Jahren suchte er den nach Osten ausgerichteten Dachüberstand eines Einfamilienhauses auf und verbrachte viel Zeit auf den geschützten Dachbalken. Von den angebrachten Kotbrettern ließ er sich nicht stören, im Gegenteil.

Jetzt hoffen wir, dass der Turmfalke die künstliche Nisthilfe annimmt. Obwohl das Umfeld des neuen Quartiers bebaut ist, hat der Greifvogel eine freie An- und Abflugschneise über Gärten hinweg und wird, da Klinkum eine eher schmale, langgestreckte Bebauung aufweist, schnell die nahe gelegene Landschaft nördlich und südlich des Ortes zur Nahrungssuche erreichen.

Die Nachbarschaft, in der auch mehrere Kinder wohnen, kann vielleicht im nächsten Frühsommer schon eine Turmfalken-Familie beobachten. Der NABU Wegberg dankt den Eigentümern des Wohnhauses, deren Hauswand wir anbohren durften, für ihre Bereitschaft den potentiellen Untermieter aufzunehmen.


Schutzmaßnahmen Schleiereule

Vorbereitung von Nistkästen für die Brutsaison 2021

Schleiereule
Foto NABU/Ingo Ludwichowski

Schon im November begutachtete ein Schleiereulenpaar sein angestammtes Brutquartier in einem alten Nistkasten in einer Scheune, um sich für die ab Februar einsetzende Paarungszeit vorzubereiten. Spätestens bis Mitte/Ende Januar sollten Reinigungsarbeiten abgeschlossen sein, damit die Vögel nicht gestört werden.

In den vergangenen vier Wochen hat unsere Gruppe an den Wochenenden zwei Schleiereulen-Kästen und einen Turmfalkenkasten von hoch aufgetürmten Hinterlassenschaften gereinigt. Es war höchste Zeit.

Hier ein paar Einblicke....

 

Schleiereulen-Kasten in alter Fachwerkscheune

Schleiereulen-Kasten in offener Scheune


Krötenwanderung 2021

Erdkröte vor Auto
Foto: Jonathan Fieber

Ab Februar: Den Fröschen und Kröten auf der Spur 

Wir werden wieder aktiv und versuchen den zigfachen, qualvollen Amphibientod mit unserem Einsatz zu verringern. Es werden Fangzäune aufgestellt und Kröten, Frösche und kleine Molche über die Straße getragen. An folgenden Straßenabschnitten werden Zäune aufgestellt:

Wegberg Industriestraße und

Ellinghoven und Gripekoven

Ohne diese Einsätze wäre es um unsere Amphibien deutlich schlechter bestellt.

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Volksinitiative "Insekten retten - Artenschwund stoppen"

Unterstützen Sie die Volksinitiative Artenvielfalt NRW!

Volksinitiative Artenvielfalt NRW
Forderungen der Volksinitiative Artenvielfalt NRW - Foto NABU/Linda Wefers

Vor dem Gebäude des NABU NRW haben sich die Mitarbeiter des NABU Landesverbands mit den Forderungen der Volksinitiative zum Auftakt am 23.07.2020 versammelt. Die Vorsitzende des Landesverbands Frau Dr. Heide Naderer (2. von rechts) erinnerte daran, dass bereits durch mehrere direkt-demokratische Prozesse (Volksbegehren, Volksinitiative, Bürgerinitiative) Schutzmaßnahmen zur Artenvielfalt in Gesetze und Richtlinien aufgenommen wurden.
Dieses fordern auch wir in NRW von der Politik. Rückschritte sind rückständig und heißen den Klimawandel und das Artensterben an.

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Schleiereulen-Nistkasten hängt!

Alles fing mit einem Vortrag an

Wer den Wegberger Ortsteil Schwaam und Umgebung kennt, weiß, dass hier noch Naturerleben und Erholung möglich sind. Die alten Gehöfte und das Flora-Fauna-Habitat Schutzgebiet (kurz FFH-Gebiet, eine Schutzgebietskategorie mit europäischer Bedeutung) der begleitenden Schwalm mit ihren herrlichen naturnahen Waldarealen bieten vielen Tierarten noch Lebensraum.

Die Übergabe eines neuen Schleiereulen-Nistkastens (hergestellt bei Hephata in Mönchengladbach) war daher eine besondere Freude, tragen doch neue Nistkästen, vorausgesetzt andere wichtige Parameter werden nicht schlechter, zur Stabilisierung von bestimmten Tierpopulationen bei. Auslöser für die Übergabe war die Teilnahme der Grundstückseigentümerin an einem Vortrag über Schleiereulen von Alexander Terstegge (unten rechts im Bild) in der Naturschutzstation Wildenrath im Februar 2020.

In Eigenregie haben die Eigentümer der Scheune den Nistkasten fachgerecht aufgehängt und ein Einflugloch in die Scheunenwand gesägt (!).Jetzt hoffen wir noch auf den Einzug von Schleiereulen in das neue Quartier.

Ein großes Lob und Dankeschön vom NABU Wegberg und der Naturschutzstation Wildenrath.

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Neues Quartier für Steinkauz in Kleingladbach

Ein Anfang ist gemacht

Alexander Terstegge von der Biostation Wildenrath mit Eigentümerin und Tochter
Alexander Terstegge von der Biostation Wildenrath mit Eigentümerin und Tochter

Im August 2020 wurde in Kleingladbach (Hückelhoven) eine neue Steinkauzröhre an eine Familie übergeben, die häufige Besuche eines Steinkauzes an die Naturschutzstation Wildenrath gemeldet hatte. Eine Pferdeweide mit einem alten Kaltblüter, der vor dem Schlachter gerettet worden war, eine Scheune, ein hohler Obstbaum und eine angrenzende Baumkulisse hatten den Steinkauz dazu bewogen, nach einem Quartier zu suchen.

Die Grundstückseigentümerin erhielt von uns noch die Empfehlung, weitere hochstämmige, alte Obstbaumsorten zu pflanzen um die Biodiversität zu erhöhen und das Gelände als Steinkauz-Habitat zu verbessern.

Wir werden im Frühjahr nachhören, was sich getan hat.

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Fahrradexkursion zu den Blühflächen am Klinkumer Busch

Kräuterreiche Wiesen

Auch das gibt es noch! Im Mai 2020 startete eine Gruppe von NABU Aktiven eine kleine Rundtour im Nordwesten der Stadt Wegberg, um Blühflächen nahe dem Klinkumer Busch zu begutachten. Nein - es handelte sich nicht um konventionell bewirtschaftetes Grünland, denn das bietet nur eine Farbe: Grün. Grün ohne Pollen und Nektar, nahezu wertlos für bestäubende Insekten.

Im Gegensatz dazu bot sich den Teilnehmern ein herrlicher und ungewöhnlicher Anblick: wogende Wiesen aus Gräsern, Kornblumen, Skabiosen, Margeriten, Mohn, Schafgarbe, verschiedenste Kleearten und - zahlreiche Insekten. Ganz so wie wir es uns immer erträumen.

Schließlich lüftete Karl-Heinz unser Exkursionsleiter das Geheimnis: es handelte sich um Ausgleichsflächen (für einen Eingriff in die Natur an anderer Stelle) aus einem früheren Bauprojekt. In diesem Fall einmal (was selten vorkommt) zufriedenstellend betreut. Eine zusätzliche ökologische Aufwertung mit Totholz- und Steinhaufen sowie ein streifenförmiges Mahdmanagement würden einen zusätzlichen Nutzen für die Natur bringen.

Wie sich später auf Nachfrage bei der Stadt Wegberg herausstellte, waren es keine Flächen der Stadt Wegberg. Schade, wir hätten es der Stadtverwaltung gewünscht, einmal mit gutem Beispiel vorangegangen zu sein.