NABU Wegberg aktuell

Termin für kommende Treffen

Coronabedingt finden ab November vorläufig leider keine Treffen statt.

 

Das nächste Treffen der NABU Gruppe Wegberg-Erkelenz-Hückelhoven wird hier rechtzeitig bekannt gegeben. 

Die Treffen im Winterhalbjahr finden jeweils

um 18.00 Uhr im Flachsmuseum in Wegberg Beeck statt.

 

 

 

 

Wegen der Auflagen im Rahmen der Covid-19-Pandemie und des damit verbundenen beschränkten Platzangebots bitten wir um vorherige Anmeldung. Kontakt: info@nabu-wegberg.de


Steinkauzröhre im Beecker Bissen (Wegberg)


Neuer Turmfalkenkasten in Klinkum

Große Aktion für kleinen Greifvogel

Fotos G. Kaufhold
Fotos G. Kaufhold

Nicht immer ist es einfach einen Nistkasten "mal so eben" aufzuhängen, vor allem wenn dieser groß, schwer und sperrig ist und in großer Höhe angebracht werden soll. Doch mit wenigen NABU Aktiven und Corona-Abstand, Seilen, Leitern und einem guten "Front-Mann" gelang dieses dann doch im zweiten Anlauf Ende November 2020.

Den Ort des neuen Quartiers hatte sich ein Turmfalke selbst ausgesucht. Seit einigen Jahren suchte er den nach Osten ausgerichteten Dachüberstand eines Einfamilienhauses auf und verbrachte viel Zeit auf den geschützten Dachbalken. Von den angebrachten Kotbrettern ließ er sich nicht stören, im Gegenteil.

Jetzt hoffen wir, dass der Turmfalke die künstliche Nisthilfe annimmt. Obwohl das Umfeld des neuen Quartiers bebaut ist, hat der Greifvogel eine freie An- und Abflugschneise über Gärten hinweg und wird, da Klinkum eine eher schmale, langgestreckte Bebauung aufweist, schnell die nahe gelegene Landschaft nördlich und südlich des Ortes zur Nahrungssuche erreichen.

Die Nachbarschaft, in der auch mehrere Kinder wohnen, kann vielleicht im nächsten Frühsommer schon eine Turmfalken-Familie beobachten. Der NABU Wegberg dankt den Eigentümern des Wohnhauses, deren Hauswand wir anbohren durften, für ihre Bereitschaft den potentiellen Untermieter aufzunehmen.


Schutzmaßnahmen Schleiereule

Vorbereitung von Nistkästen für die Brutsaison 2021

Schleiereule
Foto NABU/Ingo Ludwichowski

Schon im November begutachtete ein Schleiereulenpaar sein angestammtes Brutquartier in einem alten Nistkasten in einer Scheune, um sich für die ab Februar einsetzende Paarungszeit vorzubereiten. Spätestens bis Mitte/Ende Januar sollten Reinigungsarbeiten abgeschlossen sein, damit die Vögel nicht gestört werden.

In den vergangenen vier Wochen hat unsere Gruppe an den Wochenenden zwei Schleiereulen-Kästen und einen Turmfalkenkasten von hoch aufgetürmten Hinterlassenschaften gereinigt. Es war höchste Zeit.

Hier ein paar Einblicke....

 

Schleiereulen-Kasten in alter Fachwerkscheune

Schleiereulen-Kasten in offener Scheune


Krötenwanderung 2021

Erdkröte vor Auto
Foto: Jonathan Fieber

Ab Februar: Den Fröschen und Kröten auf der Spur 

Wir werden wieder aktiv und versuchen den zigfachen, qualvollen Amphibientod mit unserem Einsatz zu verringern. Es werden Fangzäune aufgestellt und Kröten, Frösche und kleine Molche über die Straße getragen. An folgenden Straßenabschnitten werden Zäune aufgestellt:

Wegberg Industriestraße und

Ellinghoven und Gripekoven

Ohne diese Einsätze wäre es um unsere Amphibien deutlich schlechter bestellt.

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Volksinitiative "Insekten retten - Artenschwund stoppen"

Unterstützen Sie die Volksinitiative Artenvielfalt NRW!

Volksinitiative Artenvielfalt NRW
Forderungen der Volksinitiative Artenvielfalt NRW - Foto NABU/Linda Wefers

Vor dem Gebäude des NABU NRW haben sich die Mitarbeiter des NABU Landesverbands mit den Forderungen der Volksinitiative zum Auftakt am 23.07.2020 versammelt. Die Vorsitzende des Landesverbands Frau Dr. Heide Naderer (2. von rechts) erinnerte daran, dass bereits durch mehrere direkt-demokratische Prozesse (Volksbegehren, Volksinitiative, Bürgerinitiative) Schutzmaßnahmen zur Artenvielfalt in Gesetze und Richtlinien aufgenommen wurden.
Dieses fordern auch wir in NRW von der Politik. Rückschritte sind rückständig und heißen den Klimawandel und das Artensterben an.

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Schleiereulen-Nistkasten hängt!

Alles fing mit einem Vortrag an

Wer den Wegberger Ortsteil Schwaam und Umgebung kennt, weiß, dass hier noch Naturerleben und Erholung möglich sind. Die alten Gehöfte und das Flora-Fauna-Habitat Schutzgebiet (kurz FFH-Gebiet, eine Schutzgebietskategorie mit europäischer Bedeutung) der begleitenden Schwalm mit ihren herrlichen naturnahen Waldarealen bieten vielen Tierarten noch Lebensraum.

Die Übergabe eines neuen Schleiereulen-Nistkastens (hergestellt bei Hephata in Mönchengladbach) war daher eine besondere Freude, tragen doch neue Nistkästen, vorausgesetzt andere wichtige Parameter werden nicht schlechter, zur Stabilisierung von bestimmten Tierpopulationen bei. Auslöser für die Übergabe war die Teilnahme der Grundstückseigentümerin an einem Vortrag über Schleiereulen von Alexander Terstegge (unten rechts im Bild) in der Naturschutzstation Wildenrath im Februar 2020.

In Eigenregie haben die Eigentümer der Scheune den Nistkasten fachgerecht aufgehängt und ein Einflugloch in die Scheunenwand gesägt (!).Jetzt hoffen wir noch auf den Einzug von Schleiereulen in das neue Quartier.

Ein großes Lob und Dankeschön vom NABU Wegberg und der Naturschutzstation Wildenrath.

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Neues Quartier für Steinkauz in Kleingladbach

Ein Anfang ist gemacht

Alexander Terstegge von der Biostation Wildenrath mit Eigentümerin und Tochter
Alexander Terstegge von der Biostation Wildenrath mit Eigentümerin und Tochter

Im August 2020 wurde in Kleingladbach (Hückelhoven) eine neue Steinkauzröhre an eine Familie übergeben, die häufige Besuche eines Steinkauzes an die Naturschutzstation Wildenrath gemeldet hatte. Eine Pferdeweide mit einem alten Kaltblüter, der vor dem Schlachter gerettet worden war, eine Scheune, ein hohler Obstbaum und eine angrenzende Baumkulisse hatten den Steinkauz dazu bewogen, nach einem Quartier zu suchen.

Die Grundstückseigentümerin erhielt von uns noch die Empfehlung, weitere hochstämmige, alte Obstbaumsorten zu pflanzen um die Biodiversität zu erhöhen und das Gelände als Steinkauz-Habitat zu verbessern.

Wir werden im Frühjahr nachhören, was sich getan hat.

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Fahrradexkursion zu den Blühflächen am Klinkumer Busch

Kräuterreiche Wiesen

Auch das gibt es noch! Im Mai 2020 startete eine Gruppe von NABU Aktiven eine kleine Rundtour im Nordwesten der Stadt Wegberg, um Blühflächen nahe dem Klinkumer Busch zu begutachten. Nein - es handelte sich nicht um konventionell bewirtschaftetes Grünland, denn das bietet nur eine Farbe: Grün. Grün ohne Pollen und Nektar, nahezu wertlos für bestäubende Insekten.

Im Gegensatz dazu bot sich den Teilnehmern ein herrlicher und ungewöhnlicher Anblick: wogende Wiesen aus Gräsern, Kornblumen, Skabiosen, Margeriten, Mohn, Schafgarbe, verschiedenste Kleearten und - zahlreiche Insekten. Ganz so wie wir es uns immer erträumen.

Schließlich lüftete Karl-Heinz unser Exkursionsleiter das Geheimnis: es handelte sich um Ausgleichsflächen (für einen Eingriff in die Natur an anderer Stelle) aus einem früheren Bauprojekt. In diesem Fall einmal (was selten vorkommt) zufriedenstellend betreut. Eine zusätzliche ökologische Aufwertung mit Totholz- und Steinhaufen sowie ein streifenförmiges Mahdmanagement würden einen zusätzlichen Nutzen für die Natur bringen.

Wie sich später auf Nachfrage bei der Stadt Wegberg herausstellte, waren es keine Flächen der Stadt Wegberg. Schade, wir hätten es der Stadtverwaltung gewünscht, einmal mit gutem Beispiel vorangegangen zu sein.