NABU Wegberg aktuell

Termine für kommende Treffen

Monatstreffen starten wieder

 

Am 14.07.2021 um 18.00 Uhr wollen wir unser erstes Monatstreffen seit Oktober letzten Jahres wieder durchführen.

Wir treffen uns an der Naturschutzstation Wildenrath, wenn die Witterungsverhältnisse es zulassen im Außenbereich. Wir bitten, die aktuellen Coronaverordnungen zu berücksichtigen.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

 

 


Mitgliederversammlung 2021

Die diesjährige Mitgliederversammlung ist am 30.06.2021 im Flachsmuseum in Wegberg-Beeck  zusammen gekommen. Das umfangreiche Programm mit Vorstandswahlen, Ernennung neuer Beisitzer, neuer NAJU-Gruppenleitung und Satzungsänderung konnte mit reger und konstruktiver Beteiligung erfolgreich durchgeführt werden. Der neue Vorstand stellt sich vor ...


Obstsortenrettung

03.07.2021

 

Die Hochstämme haben im Mai angefangen auszutreiben, bei den meisten Bäumen scheint die Veredelungsstelle angewachsen zu sein.

Leider haben die veredelten Halbstämme nicht überlebt. Wir vermuten, dass die im Handel eingekauften Unterlagen nicht mehr vital genug waren.

 

Der Schaf-Zaun wurde inzwischen errichtet.

 

Die jungen Bäume müssen nun regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden. Vor allem das Mähen der Wiese zwischen den Reihen und das Gießen während der Sommermonate macht nicht wenig Arbeit.

 

 

 

 

Nach wie vor suchen wir eine Pacht- oder Kauffläche, die geeignet ist, um die Birn-, Apfel- und Kirsch-Hochstämme zur Anlage einer traditionellen Streuobstwiese aufzunehmen. Im Falle einer Anpachtung ist die Möglichkeit einer langen Pachtzeit Voraussetzung.

Wir freuen uns über jeden Hinweis bzw. jedes Angebot.


26.03.2021

 

Der nächste Teil der Obstsortenrettung ist geschafft: 23 Hochstämme und 23 Halbstämme von verschiedenen Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- und Kirschsorten haben ihren vorübergehenden Platz auf einer Schafswiese der Station in Wildenrath gefunden, darunter auch die von uns als dringlich zu rettende Sorten der Huetjansbirne und der Birnensorte Triumph von Vienne.

Nun hoffen wir, daß alle Bäume gedeihen und dann im nächsten Jahr einen Platz auf einer geeigneten Streuobstwiese finden.

Vorausgegangen waren etliche Stunden schweißtreibender Arbeit mit vielen Helfern. Zunächst wurden Pflanzgräben für die Bäume ausgehoben. Am 23.3.21 war der große Veredelungstag zusammen mit der Biologischen Station Haus Wildenrath. Die Expertin, Frau Gerke, hat alle Hochstämme für die Station und für unser Projekt veredelt. Helfer aus beiden Gruppen haben die Stämme zugeschnitten, die Veredelungstelle angestabt, dutzende Etiketten beschriftet und alle Bäume für die Pflanzaktion vorbereitet. Es folgten drei weitere Tage intensiver Arbeit: Hochstämme im Drahtkorb gegen Wühlmausverbiss einpflanzen, die Halbstämme in Töpfe verpflanzen, alle Bäume gegen Frostrisse weißeln, die Hochstämme fachgerecht anbinden und alle Baumstämme mit Verbissschutz ausrüsten. Nun fehlt nur noch der Weidezaun als Sperre, dann dürfen auch die Schafe die Wiese wieder benutzen. 


Neue Steinkauzröhren in Myhl und Beecker Bissen

Im Februar 2021 konnten zwei neue Steinkauzröhren in Wassenberg (Myh)l und in Wegberg (Beecker Bissen) angebracht werden. Gerade rechtzeitig vor der beginnenden Brutsaison.

Nicht immer ist es einfach, die runden Röhren auf ebenfalls runden Ästen anzubringen. Aber mit Hartholz-Unterfütterung und straff gezogenen Metallbändern klappt es dann doch immer.

Ob die Röhren von Steinkäuzen angenommen werden, bleibt abzuwarten.


Neuer Turmfalkenkasten in Klinkum

Große Aktion für kleinen Greifvogel

Aktualisierung 02.07.2021

Endlich gelang es, die junge Familie zu fotographieren. Herr und Frau Turmfalke mit zwei Jungen, die nun sicherlich bald ihr Nest verlassen.

Fotos G. Kaufhold
Fotos G. Kaufhold

Wegberg 11/2020 - Nicht immer ist es einfach einen Nistkasten "mal so eben" aufzuhängen, vor allem wenn dieser groß, schwer und sperrig ist und in großer Höhe angebracht werden soll. Doch mit wenigen NABU Aktiven und Corona-Abstand, Seilen, Leitern und einem guten "Front-Mann" gelang dieses dann doch im zweiten Anlauf Ende November 2020.

Den Ort des neuen Quartiers hatte sich ein Turmfalke selbst ausgesucht. Seit einigen Jahren suchte er den nach Osten ausgerichteten Dachüberstand eines Einfamilienhauses auf und verbrachte viel Zeit auf den geschützten Dachbalken. Von den angebrachten Kotbrettern ließ er sich nicht stören, im Gegenteil.

Jetzt hoffen wir, dass der Turmfalke die künstliche Nisthilfe annimmt. Obwohl das Umfeld des neuen Quartiers bebaut ist, hat der Greifvogel eine freie An- und Abflugschneise über Gärten hinweg und wird, da Klinkum eine eher schmale, langgestreckte Bebauung aufweist, schnell die nahe gelegene Landschaft nördlich und südlich des Ortes zur Nahrungssuche erreichen.

Die Nachbarschaft, in der auch mehrere Kinder wohnen, kann vielleicht im nächsten Frühsommer schon eine Turmfalken-Familie beobachten. Der NABU Wegberg dankt den Eigentümern des Wohnhauses, deren Hauswand wir anbohren durften, für ihre Bereitschaft den potentiellen Untermieter aufzunehmen.


Schutzmaßnahmen Schleiereule

Vorbereitung von Nistkästen für die Brutsaison 2021

Schleiereule
Foto NABU/Ingo Ludwichowski

Schon im November begutachtete ein Schleiereulenpaar sein angestammtes Brutquartier in einem alten Nistkasten in einer Scheune, um sich für die ab Februar einsetzende Paarungszeit vorzubereiten. Spätestens bis Mitte/Ende Januar sollten Reinigungsarbeiten abgeschlossen sein, damit die Vögel nicht gestört werden.

In den vergangenen vier Wochen hat unsere Gruppe an den Wochenenden zwei Schleiereulen-Kästen und einen Turmfalkenkasten von hoch aufgetürmten Hinterlassenschaften gereinigt. Es war höchste Zeit.

Hier ein paar Einblicke....

 

Schleiereulen-Kasten in alter Fachwerkscheune

Schleiereulen-Kasten in offener Scheune


Krötenwanderung 2021

Erdkröte vor Auto
Foto: Jonathan Fieber

Ab Februar: Den Fröschen und Kröten auf der Spur 

Wir werden wieder aktiv und versuchen den zigfachen, qualvollen Amphibientod mit unserem Einsatz zu verringern. Es werden Fangzäune aufgestellt und Kröten, Frösche und kleine Molche über die Straße getragen. An folgenden Straßenabschnitten werden Zäune aufgestellt:

Wegberg Industriestraße und

Ellinghoven und Gripekoven

Ohne diese Einsätze wäre es um unsere Amphibien deutlich schlechter bestellt.

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Volksinitiative "Insekten retten - Artenschwund stoppen"

Unterstützen Sie die Volksinitiative Artenvielfalt NRW!

Volksinitiative Artenvielfalt NRW
Forderungen der Volksinitiative Artenvielfalt NRW - Foto NABU/Linda Wefers

Vor dem Gebäude des NABU NRW haben sich die Mitarbeiter des NABU Landesverbands mit den Forderungen der Volksinitiative zum Auftakt am 23.07.2020 versammelt. Die Vorsitzende des Landesverbands Frau Dr. Heide Naderer (2. von rechts) erinnerte daran, dass bereits durch mehrere direkt-demokratische Prozesse (Volksbegehren, Volksinitiative, Bürgerinitiative) Schutzmaßnahmen zur Artenvielfalt in Gesetze und Richtlinien aufgenommen wurden.
Dieses fordern auch wir in NRW von der Politik. Rückschritte sind rückständig und heißen den Klimawandel und das Artensterben an.

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Schleiereulen-Nistkasten hängt!

Alles fing mit einem Vortrag an

Wer den Wegberger Ortsteil Schwaam und Umgebung kennt, weiß, dass hier noch Naturerleben und Erholung möglich sind. Die alten Gehöfte und das Flora-Fauna-Habitat Schutzgebiet (kurz FFH-Gebiet, eine Schutzgebietskategorie mit europäischer Bedeutung) der begleitenden Schwalm mit ihren herrlichen naturnahen Waldarealen bieten vielen Tierarten noch Lebensraum.

Die Übergabe eines neuen Schleiereulen-Nistkastens (hergestellt bei Hephata in Mönchengladbach) war daher eine besondere Freude, tragen doch neue Nistkästen, vorausgesetzt andere wichtige Parameter werden nicht schlechter, zur Stabilisierung von bestimmten Tierpopulationen bei. Auslöser für die Übergabe war die Teilnahme der Grundstückseigentümerin an einem Vortrag über Schleiereulen von Alexander Terstegge (unten rechts im Bild) in der Naturschutzstation Wildenrath im Februar 2020.

In Eigenregie haben die Eigentümer der Scheune den Nistkasten fachgerecht aufgehängt und ein Einflugloch in die Scheunenwand gesägt (!).Jetzt hoffen wir noch auf den Einzug von Schleiereulen in das neue Quartier.

Ein großes Lob und Dankeschön vom NABU Wegberg und der Naturschutzstation Wildenrath.

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Neues Quartier für Steinkauz in Kleingladbach

Ein Anfang ist gemacht

Alexander Terstegge von der Biostation Wildenrath mit Eigentümerin und Tochter
Alexander Terstegge von der Biostation Wildenrath mit Eigentümerin und Tochter

Im August 2020 wurde in Kleingladbach (Hückelhoven) eine neue Steinkauzröhre an eine Familie übergeben, die häufige Besuche eines Steinkauzes an die Naturschutzstation Wildenrath gemeldet hatte. Eine Pferdeweide mit einem alten Kaltblüter, der vor dem Schlachter gerettet worden war, eine Scheune, ein hohler Obstbaum und eine angrenzende Baumkulisse hatten den Steinkauz dazu bewogen, nach einem Quartier zu suchen.

Die Grundstückseigentümerin erhielt von uns noch die Empfehlung, weitere hochstämmige, alte Obstbaumsorten zu pflanzen um die Biodiversität zu erhöhen und das Gelände als Steinkauz-Habitat zu verbessern.

Wir werden im Frühjahr nachhören, was sich getan hat.

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Fahrradexkursion zu den Blühflächen am Klinkumer Busch

Kräuterreiche Wiesen

Auch das gibt es noch! Im Mai 2020 startete eine Gruppe von NABU Aktiven eine kleine Rundtour im Nordwesten der Stadt Wegberg, um Blühflächen nahe dem Klinkumer Busch zu begutachten. Nein - es handelte sich nicht um konventionell bewirtschaftetes Grünland, denn das bietet nur eine Farbe: Grün. Grün ohne Pollen und Nektar, nahezu wertlos für bestäubende Insekten.

Im Gegensatz dazu bot sich den Teilnehmern ein herrlicher und ungewöhnlicher Anblick: wogende Wiesen aus Gräsern, Kornblumen, Skabiosen, Margeriten, Mohn, Schafgarbe, verschiedenste Kleearten und - zahlreiche Insekten. Ganz so wie wir es uns immer erträumen.

Schließlich lüftete Karl-Heinz unser Exkursionsleiter das Geheimnis: es handelte sich um Ausgleichsflächen (für einen Eingriff in die Natur an anderer Stelle) aus einem früheren Bauprojekt. In diesem Fall einmal (was selten vorkommt) zufriedenstellend betreut. Eine zusätzliche ökologische Aufwertung mit Totholz- und Steinhaufen sowie ein streifenförmiges Mahdmanagement würden einen zusätzlichen Nutzen für die Natur bringen.

Wie sich später auf Nachfrage bei der Stadt Wegberg herausstellte, waren es keine Flächen der Stadt Wegberg. Schade, wir hätten es der Stadtverwaltung gewünscht, einmal mit gutem Beispiel vorangegangen zu sein.