Willkommen beim NABU Wegberg

Für Mensch und Natur

Kommentar von Jürgen Haida

zur Verleihung des Umweltpreises und der Fabrikbesichtigung vonElon Musk

 

Hallo,

 

an diesem wunderbaren Spätsommer-Wochenende haben mich zwei Themen besonders stark angesprochen, die mich schon lange besonders bewegen und die ich deshalb gerne mit Euch teilen möchte. 

 

Schön wäre es, auch Eure Meinung zu erfahren.

 

 

 

# Am Sonntag wurde der Deutsche Umweltpreis verliehen. Wichtigste Punkte in der Arbeit der Ausgezeichneten war die Rolle des CO2 beim Klimawandel und die weiter zurückgehende Artenvielfalt. Spontan dachte ich: Das wurde aber auch Zeit! Und im zweiten Gedanken: Was kann ich noch mehr dazu beitragen, unsere Erde zu schützen?

 

Einmal mehr zeigt sich, dass Politik in der Vergangenheit unsere Forscher meist nicht ernst nimmt.

 

Deshalb müssen und können wir alle jetzt etwas tun, können nicht mehr warten. Genau so, wie die Jugendlichen z.B. bei Fridays for Futur dies zu Recht fordern.

 

 

 

https://www.tagesschau.de/inland/umweltpreis-121.html

 

 

 

Einen anderen interessanten Zusammenhang entwickelte Lissy Eichert im aktuellen Wort zum Sonntag.

 

 

 

# Lissy Eichert: Wir schreddern die Welt |  ARD

 

"Heute war Tag der Offenen Tür in der Riesenfabrik für Elektrofahrzeuge, die Elon Musk im Land Brandenburg bauen lässt. Dadurch werden Arbeitsplätze geschaffen. Sein Motto: mit Elektroautos in die Zukunft.

 

Klingt gut. Umweltbewusst.> < Derselbe Unternehmer aber shuttelt reiche Touristen ins Weltall. Für Jux und Dollerei.

 

Und dabei wird jetzt schon an einem einzigen Tag so viel Kohlenstoff verbrannt, wie Mutter Erde in tausend Jahren gebildet hat. Vor kurzem hat Elon einen Preis ausgerufen: "Wer erfindet eine eigene Maschine, die CO-2 binden kann?" Gegenfrage auf Twitter: "Dürfen sich auch Bäume bewerben?"

 

Ich liebe Bäume, genieße Waldspaziergänge. Schon deshalb beunruhigt mich die Erderwärmung: Waldbrände, verheerende Unwetter, Artensterben.

 

Wir schreddern gerade unsere Lebensgrundlage. Manchmal denke ich: Die Erde schlägt zurück

 

Der Weltklimabericht vom August belegt die Erwärmung um 1,5 Grad bis 2030. Klar, es gibt so viele andere Probleme, die drängen, aber: 2030 ist in neun Jahren!

 

"Bewohnbare Planeten sind knapp", hat ein Kind auf sein "Fridays for future"- Plakat geschrieben. Trotz aller Hoffnung auf technologische Innovationen: Wir brauchen klare Spielregeln, was ökologisch geht, und was ein Foul gegen die Natur ist. Heißt: Wir brauchen endlich den Willen zum Haltungs-Wechsel.

 

 

 

Doch ob preiswürdig oder bescheiden: Jede und jeder kann etwas tun: Bäume pflanzen; weniger Müll produzieren; am Thema dranbleiben, auch wenn es aussichtslos scheint. Und neu staunen: über die bunten Farben im Herbst, über den Zauber eines Sonnenaufgangs oder über den Fuchs, der durch die Stadt spaziert. Und dem kreativen Geist dahinter zu danken: Gott, wie schön ist Deine – unsere – Welt!"

 

 

 

Ich finde, eine sehr gelungene Darstellung von Zusammenhängen, die mich motiviert - denn - noch gibt es sie, die wunderbaren Momente im Leben, so wie an diesem Wochenende.

 

In diesem Sinne wünsche ich eine gute kommende Woche mit motivierenden Erfahrungen.

 

Namaste

 

Jürgen

 

 

 


Die Wahl des Vogels des Jahres 2022

Noch im Amt ist das Rotkehlchen als erster öffentlich gewählter Vogel des Jahres 2021.

Mit über 59.000 Stimmen vor Rauchschwalbe und Kiebitz hat der quirlige Vogel mit dem schönen Gesang das Rennen um den Titel gemacht. Über 455.000 Menschen beteiligten sich an der Wahl.

 

Am 06. Oktober startet die zweite öffentliche Wahl zum Vogel des Jahres 2022.

Auf www.vogeldesjahres.de kann dann bis einschließlich des Vormittags des 18. November 2021 gewählt werden. Die fünf zur Auswahl stehenden Kandidaten werden am 06.10. bekannt gegeben. Dann kann die Wahl losgehen.


Nach der Bundestagswahl

Ein großer Dank an alle NABU-Mitglieder und -Aktiven, die sich im Vorfeld der Bundestagswahl eingebracht haben - vom Sammeln von Unterschriften über die Ansprache von Kandidat*innen bis hin zu lokalen Klimastreiks. Mindestens so spannend wie die Wahl selbst werden die folgenden Koalitionsverhandlungen, denn dort wird sich zeigen, zu wie viel Natur- und Klimaschutz die Parteien konkret bereit sind.


Planung "Rheinisches Revier" ohne Natur- und Umweltschutz?

Gemeinsame Erklärung der NABU-Verbände Mönchengladbach, Wegberg, Erkelenz und Hückelhoven

 

Die NABU-Verbände aus der Region von Hückelhoven über Erkelenz, Wegberg bis Mönchengladbach haben beschlossen, in Zukunft noch enger zusammen zu arbeiten. „Viele Themen zum Schutz unserer Region sind nur »mit Blick über den lokalen Tellerrand hinaus« zu bewältigen.“ meinten dazu die Vorsitzenden Kaufhold und Sasserath. In einem Arbeitskreis wurden drastisch zunehmende Gefahren und Risiken analysiert:

 

„Wir beobachten wesentliche Verschlechterungen in der Entwicklung unserer Region:

  1. Steigende Bedrohung der gemeinsamen Naturschutz- und Feuchtgebiete,
  2. Zunahme der negativen Kurz- und Ewigkeitsfolgen durch die Tagebaue,
  3. das aktuelle Thema 20 Jahre Stillstand bei Hochwasser- und Starkregenschutz.“

so die beiden Vorsitzenden.

Die Teilnehmer aus gemeinsamen Arbeitsgruppen waren der Meinung, dass die Bedrohung der rheinischen Kulturlandschaft durch den überregionalen Entwicklungsplan "Rheinisches Revier" höchste Priorität geniessen muss.

 

Regionalplanung ohne Natur- und Umweltschutz

Eine landeseigene Gesellschaft habe dazu ein schlagkräftiges Lobby-Bündnis der Wirtschaft geschnürt, aus dem der Kultur-, Natur- und Umweltschutz nahezu vollständig ausgeschlossen worden sei. Versuche der Landesverbände, dieser drohenden einseitigen Entwicklung entgegenzutreten, versuchen die Lobbyisten mit allen Mitteln zu verhindern. Beispiel: ein neues Landes-Gesetz mit dem Ziel der Reduzierung der Verbändebeteiligung in der Landesplanung.

 

Keine Vorsorge, keine Nachhaltigkeit

Die zwingenden Zukunfts-Themen Vorsorge und Nachhaltigkeit zum Schutz unserer Region mit ihren wertvollen Kultur-, Natur-, und Umwelt-Gütern kommen in den Planungsunterlagen nicht vor. Unter anderem wird zur Zeit versucht, unter Umgehung von Natur- und Landschaftsschutz bis hinein in geschützte Landschaftsteile Flächen- und Siedlungsplanung mit Versiegelung riesiger Flächen - wie in den vergangenen 20 Jahren - durchzuboxen.

 

Nichts gelernt aus den letzten 20 Jahren?

Besonders negativ wurde eingeschätzt, dass die Risiken einer ungebremsten Flächen- und Siedlungspolitik gerade erst durch die jüngsten Naturkatastrophen auf dramatische Weise deutlich wurden. Erfahrungen aus Hochwasser-Ereignissen der letzten zwanzig Jahre werden schlicht ignoriert.

 

Antwort aus den Reihen des Lobby-Bündnis dazu? Keine!

Bereitschaft, die aktuell vorliegenden Planungsideen zu überprüfen? Keine.

 

Deshalb wurden für die kommenden entscheidenden Monate ein gemeinsames Vorgehen der Verbände beschlossen, um dieser Entwicklung entgegen zu treten:

  • Kern-Forderungen zum Thema nachhaltige Landschaftsentwicklung mit dem Ziel Erhaltung und Nachhaltigkeit,
  • die Zusammenarbeit der Natur- und Umweltverbände mit Bezug auf das Projekt "Rheinisches Revier" wird ausgebaut und überregional koordiniert,
  • Führung zum Thema Fehler der Flächen- und Siedlungsentwicklung am Beispiel neue Baugebiete in Überflutungsflächen und Auen,
  • die für diese Planungen verantwortlichen Parteien auf Bundes- und Landesebene werden öffentlich zur Stellungnahme aufgefordert,
  • die Antworten werden durch die Verbände öffentlich ausgewertet.

NABU MG: Kurt Sasserath

NABU Wegberg (Erkelenz,Hückelhoven): Gabriele Kaufhold

 


NABU Insektensommer 2021

Kleiner Feuerfalter
Foto: NABU/Helge May

 

Wie funktioniert die Aktion?
Die Idee der Mitmachaktion ist einfach: interessierte Laien, gerne auch Kinder, gehen raus in die Natur und machen Inventur, schauen, was da krabbelt und fliegt, notieren und melden, was sie erkennen.

Zum Insektensommer

 

Die Stunde der Gartenvögel 2021

 

Nicht verpassen!

Zusammen mit dem bayerischen Landesbund für Vogelschutz ruft der NABU vom 13. bis 16. Mai wieder zur jährlichen Sommer-Vogelzählung in Deutschland auf.
Ziel der Stunde der Gartenvögel ist es, ein möglichst genaues Bild über die Vogelwelt in unseren Gärten und ihre Bestandsentwicklung zu erhalten. Helfen auch Sie mit, Veränderungen festzustellen und damit Möglichkeiten zum Gegen-steuern zu finden.

Zur Stunde der Gartenvögel

 

Volksinitiative Artenvielfalt NRW

Volksinitiative Artenvielfalt NRW
Foto: NABU/Linda Wefers

Endspurt - der letzte Monat zur Abgabe Eurer Unterschrift für die Volksinitiative Artenvielfalt hat begonnen.

Nur noch bis zum 01. Juni läuft die Unterschriften-Sammlung mit der Forderungen an die Landesregierung in Düsseldorf aufgestellt werden. In vielen Handlungsfeldern der Politik muss grundlegend umgesteuert werden. Das zeigt uns vor allem der Rückgang von Vögeln und Insekten.

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Dachbegrünung für gutes Klima

Dachbegrünung
Foto: NABU/Marc Scharping

Jeder dritte Quadratmeter Dachfläche in NRW eignet sich für die Anlage einer Grünfläche. Das sind die aktuellen Erkenntnisse einer Studie. Danach könnten über 400 Qua-dratkilometer begrünte Fläche in NRW zur Abschwächung der Folgen des Klimawandels geschaffen werden. Mit dem neuen Gründachkataster des Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) kann sich jeder informieren, ob sein Dach für eine Begrünung geeignet ist.

www.gruendachkataster.nrw.de

 

Insektenschutz in den Kommunen

Bunter Saum an Gemeindestraße
Foto: NABU/G.Kaufhold

Der Rückgang der Insekten ist mittlerweile durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. Sofortiges Handeln auf allen Ebenen ist erforderlich. Städte und Gemeinden spielen dabei neben der Landwirtschaft eine wichtige Rolle, denn sie entscheiden, ob öffentliche Grünflächen, Weg- und Straßenränder, Gewässerränder und Wald in kommunalem Eigentum, naturnah oder steril ohne Lebensraumfunktion bewirtschaftet werden.

mehr zum Thema

Das Rotkehlchen ist Vogel des Jahres 2021!

 

 

Am 19. März wurde beim großen Wahlfinale mit Live-Stream das Rotkehlchen als Sieger zum Vogel des Jahres 2021 verkündet!

Fast 30 Jahre nachdem das Rotkehlchen erstmalig zum Vogel des Jahres 1992 gewählt wurde, ist der temperamentvolle kleine Vogel wieder dran.

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Amphibienzaun Betreuung 2021

Amphibienwanderung 2021
Foto NABU/Dania Horky

Die Amphibienwanderung an der Industriestraße in Wegberg geht langsam ihrem Ende zu. Zahlreiche Tiere wandern bereits vom Weiher im Park des Maxi-Gewerbeparks zurück in den Wald auf der gegen-überliegenden Straßenseite. Vorher werden sie aber von unserem Amphibienzaun und den eingegrabenen Eimern daran gehindert auf die stark befahrene Straße zu gelangen.

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Nistkästen für Steinkauz, Schleiereule und Co.

Steinkauz in altem Obstbaum
Foto NABU/Tom Dove

Im zeitigen Frühjahr beginnt  die Balzzeit von Steinkauz und Schleiereule. Die Arbeiten an Nistkästen und Niströhren wurden im Februar abge-schlossen. Jetzt heißt es abwarten und beobachten.

Die Bestandsaufnahme der Eulenvögel im Raum Wegberg geht weiter. Leider hat sich aber bereits herausgestellt, dass zahlreiche Bäume in den letzten Jahren, die mit Steinkauzröhren ausgestattet waren, gefällt wurden und der Bestands-rückgang des Steinkauzes vermutlich weitergeht.

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NABU verurteilt Flutlichtanlage

Lichtverschutzung bedroht Biodiversität
Grafik NABU Wegberg

Die Rheinische Post berichtete kürzlich über die feierliche Ein-weihung einer neuen Flutlicht-anlage auf dem Golfplatz Rothenbach. Die Schäden an Fauna und Flora werden von den Verantwortlichen schön geredet.

Lichtverschmutzung ist ein ernst zu nehmendes Thema und wird mitverantwortlich gemacht für den Artenrückgang vor allem bei Insekten. Dagegen helfen leider auch keine Insekten-"Hotels".

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