Nistkästen für Turmfalke und Co

2022

In diesem Jahr werden mehr als vierzig Nistkästen aus Holzbeton für Höhlenbrüter, Kleinvögel und Fledermäuse an verschiedenen Orten im Wald aufgehängt.

Künstliche Nisthilfen sind durchaus sinnvoll, aber kein Ersatz für natürlich entstandene oder von Spechten gehämmerte Bruthöhlen in Altbäumen. Da die meisten Bäume jedoch noch vor Erreichen ihres besten Alters aus ertrags- (forst-)wirtschaftlichen Gründen in unseren Wälder gefällt werden und seit einigen Jahren auch zunehmend aus Gärten, Parkanlagen und Alleen verschwinden, sind Nistkästen ein kleiner Beitrag hier gegenzusteuern.

Aufhängen von Nistkästen am Beeckbach - Juli 2022

März 2022

2020/21

Neuer Turmfalkenkasten

02.07.2021

Endlich gelang es, die junge Familie zu fotografieren.

Fotos G. Kaufhold
Fotos G. Kaufhold

Wegberg 11/2020 - Nicht immer ist es einfach einen Nistkasten "mal so eben" aufzuhängen, vor allem wenn dieser groß, schwer und sperrig ist und in großer Höhe angebracht werden soll. Doch mit wenigen NABU Aktiven und Corona-Abstand, Seilen, Leitern und einem guten "Front-Mann" gelang dieses dann doch im zweiten Anlauf Ende November 2020.

Den Ort des neuen Quartiers hatte sich ein Turmfalke selbst ausgesucht. Seit einigen Jahren suchte er den nach Osten ausgerichteten Dachüberstand eines Einfamilienhauses auf und verbrachte viel Zeit auf den geschützten Dachbalken. Von den angebrachten Kotbrettern ließ er sich nicht stören, im Gegenteil.

Jetzt hoffen wir, dass der Turmfalke die künstliche Nisthilfe annimmt. Obwohl das Umfeld des neuen Quartiers bebaut ist, hat der Greifvogel eine freie An- und Abflugschneise über Gärten hinweg und wird, da Klinkum eine eher schmale, langgestreckte Bebauung aufweist, schnell die nahe gelegene Landschaft nördlich und südlich des Ortes zur Nahrungssuche erreichen.

Die Nachbarschaft, in der auch mehrere Kinder wohnen, kann vielleicht im nächsten Frühsommer schon eine Turmfalken-Familie beobachten. Der NABU Wegberg dankt den Eigentümern des Wohnhauses, deren Hauswand wir anbohren durften, für ihre Bereitschaft den potentiellen Untermieter aufzunehmen.